Rezension: Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte von Jonas Jonasson

Massai

Jonas Jonasson ließ einst den 100-Jährigen aus dem Fenster steigen und verschwinden und wurde damit zum gefeierten Bestsellerautor, dem die Leser weltweit zu Füßen lagen. Die Mischung aus Geschichtsunterricht und grandioser Unterhaltung war einfach perfekt gelungen. Leider kopierte er in den nachfolgenden Büchern diesen Mix aber zu oft, so dass es irgendwann keinen richtigen Spaß mehr machte, ihn zu lesen.

Mit seinem neuen Werk „Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte“ schafft Jonas Jonasson es nun allerdings wieder zu überraschen! Denn diesmal spielt wohltuender Weise die Weltpolitik keine Rolle. Oder zumindest nur eine untergeordnete. Denn natürlich hat er seinen kritischen Blick auf die Welt behalten.

Unsympathischer Karrierist im Fokus

Massai Schweden Jonas Jonasson
„Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte“ von Jonas Jonasson. (Cover: C. Bertelsmann)

Der Hauptschauplatz ist Stockholm. Ein wichtiger Teil der Handlung spielt jedoch in Kenia. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der unsympathische Karrierist Victor Alderheim, der von einem Schweden ohne Ausländer und einer Kunst ohne Experimente träumt.

Alderheim wird eher zufällig Kunsthändler, räumt sich rücksichtslos seinen Weg frei und kümmert sich herzlich wenig darum, ob er anderen damit wehtut. Schließlich sind die anderen nicht wichtig für ihn. Aber wie das Leben so spielt kommt der Tag der Rache dann irgendwann doch …

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„Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte“ ist ein riesengroßer Spaß, mit skurrilen Figuren, verrückten Wendungen und jeder Menge Überraschungen. Ein echter Jonasson eben! Wie üblich treffen auch hier wieder fremde Kulturen aufeinander. Und daraus entwickeln sich allerlei Irrungen und Wirrungen, die einem beim Lesen die Freudentränen in die Augen treiben.

Vorsorgemaßnahme gegen Corona

Ganz nebenbei lernt man auch noch allerhand über die Kunst des vergangenen Jahrhunderts und über afrikanische Sitten. Und da Lachen bekanntlich gut tut und gesund ist, ist das Buch perfekt als Vorsorgemaßnahme gegen Corona geeignet.

„Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte“ (C. Bertelsmann) von Jonas Jonasson bei uns im Online-Shop kaufen

(Bildnachweis: Massai. (Foto: Alexstrachan/Pixabay))

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Autor: Mikis Wesensbitter

Mikis Wesensbitter wäre eigentlich ein waschechter Ostberliner geworden, wenn nicht Ende August 1968 ein Unfall bei der Deutschen Reichsbahn den kompletten Schienenverkehr der DDR lahmgelegt hätte. So kam er in Zossen zur Welt. Pünktlich zur 25. Wiedervereinigungsfeier erschien mit "Wir hatten ja nüscht im Osten … nich’ ma Spaß" Mikis Tagebuch aus dem Jahre 1989 in der Edition Subkultur.

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