Rezensionen: „Finsterthal“ von Linus Geschke und „Abgrund“ von Yrsa Sigurdardottir

Thriller Rezensionen

In den den beiden Thrillern „Finsterthal“ von Linus Geschke und „Abgrund“ von Yrsa Sigurdardottir geht es auf die dunkle Seite der modernen Welt. Nachfolgend die Thriller-Rezensionen.

„Abgrund“ ist das neue Werk von Yrsa Sigurdardottir, der isländischen Crime-Königin. Ein erfolgreicher Investmentbanker wird erhängt an einem archaischen Hinrichtungsplatz in Reykjavik gefunden. Die Selbstmordthese wird schnell ausgeschlossen, denn niemand schlägt sich einen Nagel in die Brust, bevor er sich erhängt.

In der Wohnung des Toten wird ein Junge gefunden, der keinerlei Erinnerung hat und keine Verbindung zum Mordopfer. Die Eltern des Kindes lassen sich nicht finden. Keine guten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tätersuche. Aber Kommissar Huldar hat schon ganz andere Fälle gelöst und so fügt sich Stück für Stück ein Puzzleteil zum anderen …

Perfide Verbrechensserie

In „Finsterthal“ konfrontiert Autor Linus Geschke einen Ex-Polizisten mit einer besonders perfiden Verbrechensserie. Alexander Born war ein kompromissloser Polizist, der mit allen Facetten der menschlichen Abgründe vertraut ist. Seine Ermittlungsquote war hoch, doch dann begann er seine Fälle auf unkonventionelle Art zu lösen.

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Daraufhin wurde er vom Dienst suspendiert und zu drei Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Entlassung bittet ihn sein einziger Freund, ein ehemaliger KGB-Agent mit Verstrickungen in die Unterwelt, um einen Gefallen. Er soll die entführte Tochter eines Immobilienmaklers aufspüren.

Born nimmt die Ermittlungen auf und muss erkennen, das er es mit Gegnern zu tun hat, die sich an keine Regeln halten. Trotz der Zahlung des Lösegelds wird das Mädchen tot aufgefunden. Mit deutlichen Spuren von sexuellem Missbrauch. Und sie ist nicht das letzte Opfer …

Packende Thriller

„Abgrund“ und „Finsterthal“ sind packende Thriller, in denen es alles andere als zart zur Sache geht. Huldar und Born müssen in menschliche Abgründe abtauchen, in denen Perversion, Gewalt und Bösartigkeit regieren. Beide drohen daran zu zerbrechen, aber für echte Polizisten (selbst für suspendierte) heißt es: „Aufgeben gibt es nicht!“

Obwohl die beiden Bücher nicht der Auftakt ihrer jeweiligen Reihen sind, lassen sie sich auch ohne Vorkenntnisse wunderbar lesen. Die Autoren sorgen dafür, dass man eher neugierig auf die Vorgeschichte(n) wird.

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(Bild: TheDigitalArtist/Pixabay)

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Autor: Mikis Wesensbitter

Mikis Wesensbitter wäre eigentlich ein waschechter Ostberliner geworden, wenn nicht Ende August 1968 ein Unfall bei der Deutschen Reichsbahn den kompletten Schienenverkehr der DDR lahmgelegt hätte. So kam er in Zossen zur Welt. Pünktlich zur 25. Wiedervereinigungsfeier erschien mit "Wir hatten ja nüscht im Osten … nich’ ma Spaß" Mikis Tagebuch aus dem Jahre 1989 in der Edition Subkultur.

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