„Permanent Record“: Edward Snowden muss Einnahmen an USA zahlen

Edward Snowden Permanent Record
Edward Snowden muss Einnahmen für Permant Record abgeben. (Bild: MBW/Jörn Brien)

Falls ihr „Permanent Record“ von Edward Snowden (auch) gekauft habt, um den Whistleblower zu unterstützen, könnt ihr damit aufhören. Denn ein Gericht in den USA hat entschieden, dass Snowden die Einnahmen aus den Buchverkäufen abgeben muss.

Schon im September hatte das US-Justizministerium Ansprüche auf das neue Buch von Edward Snowden erhoben. Denn „Permanent Record“, so der Vorwurf, sei nicht vorab eingereicht worden. Das sei aber üblich, wenn ein Autor in seinem Buch mögliche Regierungsgeheimnisse preisgeben könnte. In der Begründung der Klage hieß es daher, dass die Einnahmen aus dem Buch der US-Regierung zustünden. Eben weil diese obligatorische Vorabkontrolle nicht möglich war.

US-Regierung entscheidet über Buch-Veröffentlichung

Der gesunde Menschenverstand sagt aber, dass eine Kontrolle des Buches ausgerechnet durch die USA wohl kaum zu einem positiven Ergebnis geführt hätte. Und entsprechend argumentierten auch Snowdens Rechtsanwälte, wie The Verge berichtet. Eine positive Bewertung sei unmöglich, so die Verteidigung.

Ein Bundesgericht im US-Bundesstaat Virginia sah das allerdings nicht so. Schließlich, so urteilten die Richter, sei das dahinterstehende Vertragsrecht eindeutig. Snowden habe an diesem Prüfungsverfahren nicht teilgenommen, die Richter seien nicht dazu da, hypothetisch über eine Entscheidung zu urteilen.

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Snowdens Verteidiger wollen jetzt prüfen, ob und wie sie gegen das Urteil vorgehen können. Vor allem müsse aber das für ehemalige Regierungsangestellte bindende Prüfungsverfahren reformiert werden, denn das sei unfair.

Snowden: Plädoyer für mehr Privatsphäre

In Snowdens Buch geht es vor allem darum, wie die Beschaffung und Veröffentlichung der Daten abgelaufen ist. Das konnte man in den vergangenen Jahren ja schon in diversen Artikeln, Reportagen oder Filmen erfahren. Snowden appelliert daher noch einmal dringend an die Mitmenschen, sich für den Schutz ihrer Privatsphäre einzusetzen.

Neben einer Biographie und spannendem Real-Thriller ist „Permanent Record“ auch ein Plädoyer für mehr Datenschutz und Freiheit.

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