Kuppitsch: 230 Jahre alte Wiener Buchhandlung gehört jetzt zu Thalia

Thalia-Österreich-Chef Thomas Zehetner freut sich über Kuppitsch-Zukauf. (Foto: Thalia)

Seit 230 Jahren existiert die Wiener Buchhandlung Kuppitsch. Über 150 Jahre lang befand sie sich in Familienbesitz. Jetzt die deutsche Buchhandelskette Thalia Kuppitsch – und geführt das Buchgeschäft fort.

Im April feierte die Wiener Buchhandlung Kuppitsch ihren 230. Geburtstag. 1789 erteilte der Kaiser Theresia Racca die Befugnis zum Verkauf von Kupferstichen und alten Büchern. So steht es in den Annalen des Traditionsgeschäfts. 1821 tauchte erstmals der Name Kuppitsch auf. Der Urgroßvater der jetzigen Eigentümer, Arnold Schlesinger, trat 1886 in die Geschäftsführung des Unternehmens ein.

Kuppitsch ist jetzt Thalia

Jetzt ist Kuppitsch als Familienunternehmen Geschichte, wie das Unternehmen mitteilt. Die deutsche Buchhandelskette Thalia übernimmt die beiden Standorte in der Schottengasse und im Uni-Campus im alten AKH. Das Gute: Alle 22 Mitarbeiter sollen übernommen, die beiden Standorte unter dem alten Namen fortgeführt werden.

„Wir sind sehr dankbar, gemeinsam mit den vielen, langjährigen Mitarbeitern die Tradition der beiden Buchhandlungen fortführen zu dürfen. Thalia sieht sich als Botschafter geistiger Nahrung, das passt auch zu dem Konzept der beiden Kuppitsch-Buchhandlungen ganz hervorragend“, freut sich Thomas Zehetner, Geschäftsführer von Thalia Österreich, über die jüngsten Zuwächse.

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Thalia hat mehr als 270 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der DACH-Region ist der Konzern Marktführer. Wie viel Thalia bezahlt hat, darüber ist nichts bekannt. Über den Kaufpreis hätten beide Parteien Stillschweigen vereinbart, heißt es. Am 15. Oktober soll die Übernahme jedenfalls über die Bühne gehen.

Gründe für den Verkauf

Dem Kuppitsch-Teilgesellschafter Martin Seidl zufolge sei die allgemein schwierige Lage des Buchhandels Grund für den Verkauf. Dazu käme der Druck durch Online-Anbieter, wie der Standard schreibt. Außerdem würden die Kosten für Miete und Personal stetig steigen. Die Buchpreise blieben dagegen stabil. Und: „Es wird weniger gelesen“, klagt Seidl.

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