„Gut gegen Nordwind“ kommt ins Kino – aber ist der Film auch gut?

"Gut gegen Nordwind" als Film im Kino: Nora Tschirner spielt Emma. (Bild: Sony Pictures)

„Gut gegen Nordwind“ ist ein E-Mail-Roman des österreichischen Schriftstellers Daniel Glattauer. Das 2006 erschienene Buch wurde bis heute in 28 Sprachen übersetzt und wurde mehrere Hunderttausend Mal verkauft. Nach der Theaterfassung kommt „Gut gegen Nordwind“ jetzt als Film ins Kino. Aber ist der Film auch gut?

Ich hab „Gut gegen Nordwind“ wirklich sehr gemocht. In dem Buch von Daniel Glattauer geht es um eine platonische Liebe, die sich aus dem Austausch von E-Mails langsam entwickelt. Eigentlich landet die erste E-Mail von Emma fälschlicherweise in Leos digitalem Postfach. Aber das sich daraus entwickelnde Gespräch wird wirklich sehr offen und intim. Gut endet das Ganze nicht, soviel sei hier verraten. Mit „Alle sieben Wellen“ erschien 2009 die Fortsetzung des Romans – wieder in E-Mail-Form. Auch dieses Werk wurde zum Bestseller.

„Gut gegen Nordwind“ ab 13. September im Kino in Österreich

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Jetzt kommt „Gut gegen Nordwind“ in die österreichischen Kinos. Am Freitag, dem 13. September, ist Kinostart. Hoffentlich kein schlechtes Omen. Denn die bisher erschienenen Rezensionen sind eher durchwachsen. Das liegt weniger an den prima Schauspieler*innen. Leo wird gespielt von Alexander Fehling, Emma von Nora Tschirner. Denen gelingt es, so schreibt es Filmstarts.de, für eine stimmende Chemie zu sorgen, auch wenn sie sich eigentlich nicht begegnen. Auch die Drehbuch-Umsetzung (Jane Ainscough) wird gelobt.

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Es gibt aber auch Kritik. Film.at etwa titelt: „Vom Charme des Buches ist nichts zu spüren“. „Langatmig“ und „viel zu lang“ sind weitere Beschreibungen der Filmrezension. Der Film sei nicht nur als Literaturverfilmung, sonder auch als Liebesfilm misslungen, so das Film.at-Fazit.

„Gut gegen Nordwind“: Rezensionen zwischen positiv und negativ

Zwischen diesen beiden Polen bewegen sich also die Erwartungen, die ich an den Film habe. Da ich nach über zehn Jahren nicht mehr jede einzelne Szene und Wendung des Buches im Kopf habe, bin ich jedenfalls gespannt. Wie wird Regisseurin Vanessa Jopp den Film inszeniert haben? Ist er wirklich lahm? Oder zünden die Einfälle des Filmteams? Nach dem Anschauen des Trailers tendiere ich eher zu einem positiven Urteil. Aber das wird sich natürlich erst nach dem Anschauen zeigen.

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