Daniela Meisel: „Gute Autor*innen zeichnen sich durch Einzigartigkeit aus“

Autorin Daniela Meisel. (Foto: Elisabeth Novy)

Die freischaffende Autorin und Schreibpädagogin Daniela Meisel schreibt Romane, Kinderbücher und Kurzprosa. Die Niederösterreicherin hat eine Reihe von Stipendien und Auszeichnungen erhalten. Ihr aktueller Roman „Wovon Schwalben träumen“ ist von der Kritik sehr positiv aufgenommen worden. Wir haben Daniela Meisel ein paar Fragen gestellt.

MBW-Blog: Wie kamst du zum Schreiben?

Daniela Meisel: Als Kind habe ich gezeichnet und dazu erzählt. Meine Schwester und Cousinen waren meine Zuhörerinnen. Ich musste mir die Geschichten nicht ausdenken, sie kamen zu mir. Schreibversuche unternahm ich mit zwölf und siebzehn, regelmäßig zu schreiben begonnen habe ich in meiner ersten Schwangerschaft mit 25. 

Liest du gern? 

Ich lese sehr gerne, Lesen und Schreiben gehören zusammen. 

Liest du auch die heimische Konkurrenz? 

Zuletzt hat mich „Toni und Moni“ von Petra Piuk gefesselt. 

Du schreibst Bücher über (starke) Frauen und Kinderbücher – (wie) geht das zusammen?

Ich habe als Kind viel gelesen, selbst drei Kinder und die Begeisterung für Kinderbücher ist geblieben. Sie haben mir die Welt der Literatur eröffnet, sind Begleiter. In ihnen kann ich das Fantastische ausleben. 

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Wie findest du deine Themen? 

Sie finden mich. 

Hast du ein literarisches/schriftstellerisches Vorbild? 

Eine gute AutorIn zeichnet sich durch ihre Einzigartigkeit aus. Die herauszuarbeiten, ist mein schriftstellerisches Ziel. Es gibt natürlich AutorInnen, die mich besonders ansprechen: Zeruya Shalev, Herta Müller, José Saramago, Peter Stamm, Ingeborg Bachmann  z. B.

Welches Buch hättest du gern geschrieben? 

„Die Wand“ von Marlen Haushofer.

Wie lange schreibst du an einem Roman? 

Eineinhalb bis zwei Jahre. 

Wie viel/lange schreibst du pro Tag? 

Im Schnitt fünf Stunden. 

Kannst du vom Schreiben leben? 

In Kombination mit meinen anderen Tätigkeiten wie dem Leiten von Schreibwerkstätten oder Text-Coachen geht es sich aus.  

Falls nicht, würdest du es gern? 

Im Moment passt mir diese Kombination. 

Darfst du etwas über dein neues Projekt verraten? 

Es handelt von einer Frau, der das Mutter-sein über den Kopf wächst und die sich in Wahnvorstellungen flüchtet. Ihre Ehe, Freundschaften, die Karriere drohen zu scheitern. Mich interessieren an der Geschichte drei Fragen: Sind Frauen automatisch zur Mutterschaft und der damit verbundenen Verantwortung geboren? Darf man unzufrieden sein, wenn man scheinbar „alles“ besitzt? Und wie physiologisch ist Glück?

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Vielen Dank für das Interview.

Veranstaltungstipp: Daniela Meisel liest am 9. April 2019 in der Alten Schmiede in Wien aus ihrem Buch „Wovon Schwalben träumen“. Weitere Lesungen findet ihr auf der Website der Autorin.

„Wovon Schwalben träumen“ (Picus) von Daniela Meisel bei uns im Shop:

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