Kauft Bücher – und eure Kinder werden gebildeter und erfolgreicher

Kindern vorlesen
Bücher gehören einfach ins Regal. (Bild: Jörn Brien)

Es ist sicher nicht allzu verwegen zu behaupten: Kinder, die viel lesen oder denen die Eltern viel vorlesen, werden es in der Schule und auch im Beruf später leichter haben. Jetzt hat eine Studie den Zusammenhang zwischen dem Besitz von Büchern und dem späteren Erfolg von Kindern untersucht. Das Fazit: Wer Kinder hat, sollte auch eine ganze Menge Bücher haben.

Den Ergebnissen des Forscherteams um Joanna Sikora von der australischen National-Universität zufolge liegt die durchschnittliche Anzahl an Büchern pro Haushalt bei 115. Untersucht wurden 31 Länder, darunter auch Österreich und Deutschland.

Österreicher und Deutsche haben weniger Bücher als Skandinavier und Tschechen

In österreichischen Bücherregalen fanden sich der Studie nach im Schnitt 131 Bücher, in deutschen 151 Bücher. Besonders viele Bücher fanden sich in Haushalten in Skandinavien sowie in den postkommunistischen Ländern wie Estland oder Tschechien. Vielleicht ist so auch zu erklären, warum es in Deutschland mehr Bücher als in Österreich gibt. Stichwort: ehemalige DDR.

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Die Studie ergab jetzt, dass Kinder, die in Haushalten mit vielen Büchern aufwuchsen, deutlich besser lesen, schreiben und rechnen konnten, als jene, die mit weniger Büchern aufwuchsen. Außerdem war auch eine höhere Affinität zu IT-Themen zu beobachten, wie Netdoktor.at berichtet.

Interessant: Die Kurve beginnt bei rund 350 Büchern abzuflachen – ab dieser Marke scheint kein zusätzlicher positiver Effekt mehr zu verbuchen gewesen zu sein. Aber: Hatte ein Kind oder ein Jugendlicher viele Bücher um sich, ist er im Erwachsenenalter auch als Arbeiter oder Uniabbrecher genauso gebildet, wie ein Uni-Absolvent, der im Haushalt wenig Bücher hatte. Und: Regelmäßiges Lesen verbessert die kognitiven Fähigkeiten.

Kinder aufgepasst: Wer gerne und viel liest, verdient später mehr

Schon 2010 hatte eine Studie, die von der aktuellen Untersuchung jetzt ergänzt wurde, herausgefunden, dass der Besitz von 500 Büchern im Elternhaushalt Heranwachsende eine um drei Jahre längere Bildung genießen lässt. Außerdem hat Ökonom Giorgio Brunello erforscht, dass Kinder, die in der Kindheit zehn und mehr Bücher freiwillig gelesen hatten (der Inhalt war egal), als Erwachsene 21 Prozent mehr Geld verdienten.

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